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Wildes Deutschland: Die Schwäbische Alb

Natur + Reisen, Natur + Umwelt • 19.04.2026 • 20:15 - 21:00
Die Orchidee namens Hundswurz (links) und der Klappertopf (rechts) sind typische Pflanzen sonnenbeschienener Wacholderheiden.
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Im Hintergrund Hangbuchenwälder, im Vordergrund hohe Pflanzenvielfalt mit Heidenelken, Kronwicken und Sonnenröschen.
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Der Rote Apollo hat in Baden-Württemberg eines seiner letzten Rückzugsgebiete in den unzugänglichen Felsen der Schwäbischen Alb.
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Ein junger Rotfuchs hat den Eichelhäher auf frischer Tat ertappt. Rotfüchse lieben die Deckung der Hangwälder und Hecken.
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Originaltitel
Wildes Deutschland
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2017
Natur + Reisen, Natur + Umwelt
Im Herzen Baden-Württembergs liegt eines der artenreichsten Mittelgebirge Deutschlands: die Schwäbische Alb. Einst erstreckte sich hier ein kalkreiches Jurameer. Durch den Kalkboden, den Regen und Frost zersetzen, entstanden viele extreme Lebensräume: Deutschlands größte Quelltöpfe, urige Wasserfälle, geheimnisvolle Höhlensysteme, bizarr geformte Felsenlandschaften und Trockentäler. Burgen, Schlösser und Ruinen wie Schloss Lichtenstein oder Burg Hohenzollern thronen auf den Berghängen des Albtraufs. Der Eichelhäher nimmt die Zuschauer:innen mit in die Wacholderheide, Markenzeichen der Schwäbischen Alb. Dieser einzigartige Lebensraum entstand durch Wanderschäferei. Schafe fressen keine stacheligen, giftigen und bitteren Pflanzen. Silberdisteln, Frühlingsenziane, Küchenschellen und seltene Orchideen wie Hundswurz, Bocksriemenzunge oder Hummelragwurz konnten gedeihen. Doch die Wacholderheiden drohen zu verschwinden. Viele Schafe gibt es dort nicht mehr.