ARD
Ein Jahr auf unserer Erde - Sommer
Natur + Reisen, Tiere • 27.11.2023 • 20:15 - 21:00
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Originaltitel
Ein Jahr auf unserer Erde
Produktionsland
A
Produktionsdatum
2023
Natur + Reisen, Tiere
Die ewige Reise unserer Erde um die Sonne bestimmt jegliches Leben auf unserem Planeten. Auf keinem anderen gibt es Jahreszeiten. Sie sind eine Folge der leichten Neigung der Erdachse. Jeder erlebt sie anders, je nachdem, wann er sich wo gerade befindet. Die sechsteilige Serie "Ein Jahr auf unserer Erde", gedreht an 60 verschiedenen Orten, begleitet 12 Monate lang mehrere ausgesuchte Tierfamilien. Christoph Maria Herbst, bekannt als Stromberg in der gleichnamigen TV-Comedy-Serie, erzählt zu den atemberaubenden Bildern, wie die Tiere den ständigen Wechsel von Wetter, Klima und Tageslänge meistern. Wenn die Jahreszeit beginnt, die für uns auf der Nordhalbkugel Sommer bedeutet, sonnt sich der Nordpol 24 Stunden lang im Licht, während der Süden in Dunkelheit erstarrt. Aber "Sommer" bedeutet mehr als auf der einen Seite heiß und auf der anderen kalt. In den Monaten Juni bis August können die einen aus dem Vollen schöpfen, während die anderen an die Grenzen des Überlebens kommen. Licht löst Wachstum aus - und das ist nirgendwo so gut zu beobachten wie im Südwesten Chinas. Bis zu drei Meter täglich wächst das größte Gras der Welt: Bambus. Eine gute Zeit für den Großen Panda, der sich fast ausschließlich davon ernährt. Doch Bambus ist so nährstoffarm, dass die Pandamutter nahezu den ganzen Tag fressen muss. Ihr elf Monate altes Junges erkundet währenddessen die Umgebung und wagt sich sogar hoch auf einen Baum. Das geht viel leichter als gedacht - aber wie bloß wieder runterkommen? Im Sommer erwärmt sich das Wasser auf der Nordhalbkugel und verdunstet. Dadurch bildet sich ein Wolkenband rund um den Globus. In den letzten sechs Monaten ist dieses Band der Sonne nach Norden gefolgt - und mit ihm über eine Million Gnus und Zebras. Ein drei Monate altes Zebrafohlen war sein ganzes bisheriges Leben nur auf Wanderschaft. Kurz vor dem Ziel steht den riesigen Herden der gefährlichste Teil der Reise bevor - die Überquerung des Flusses Mara. Krokodile lauern überall in der reißenden Strömung. Wie soll das junge Fohlen mit seinen kurzen Beinen das schaffen? Auf der Marion Insel zwischen Südafrika und Antarktis wartet ein junger Königspinguin bereits seit zwei Monaten auf seine Eltern und damit auf seine nächste Nahrung. Sie mussten weit hinausschwimmen, um in fischreiche Gewässer zu gelangen. Die Familien seiner Altersgenossen ringsum sind alle schon wieder vereint - aber niemand kommt zu ihm. Er ist schon so schwach, dass er kaum noch laufen kann - bald wird er verhungern. Seit der Sommersonnenwende werden die Tage nach und nach wieder kürzer auf der Nordhalbkugel. In wenigen Wochen wird die Sonne den Äquator überqueren und zum ersten Mal seit einem halben Jahr die Südhalbkugel länger bescheinen als die nördliche. Allem Leben rund um den Globus stehen erneut große Veränderungen bevor - dann, wenn der Herbst beginnt, die nächste Etappe auf der ewigen Reise der Erde um die Sonne.